InterTech nicht mehr zeitgemäß

In ihrer bestehenden Form hat die InterTech aus Sicht der Messe Dornbirn keine Zukunft. Als logische Konsequenz findet die Fachmesse 2015 nicht statt. Neue, standort- und marktgerechte Messen mit industriellem Hintergrund werden die InterTech-Themen in zeitgemäßer Form übernehmen.

Dornbirn. Was bei den letzten drei Ausgaben der InterTech bereits in Ansätzen zu spüren war, hat sich während der Vorbereitungen zur kommenden Fachmesse bewahrheitet. Das Format einer diffusen Messe, die mehrere Technologie-Themen unter einem Dach vereint, ist nicht zukunftsfähig und findet nur ungenügend Rückhalt bei Ausstellern und Institutionen. Als logische Konsequenz hält die Messe Dornbirn im März 2015 keine InterTech ab. Stattdessen sollen neue Messe-Formate, die derzeit in Abstimmung mit Unternehmen und Institutionen vorbereitet werden, die ursprünglichen InterTech-Themen auf zeitgemäße Weise fortführen. Der Neubau der Hallen 9 bis 12, im kommenden Jahr, schafft die dafür notwendige Infrastruktur.


Was mit einem Gemeinschaftsprojekt der Messen Dornbirn, Friedrichshafen und St. Gallen begann und als öffentlichkeitswirksame Leistungsschau der prosperierenden Bodensee-Region über viele Jahre erfolgreich war, stellte sich in der letzten Zeit als nicht mehr zukunftsfähig heraus. Anfänglich getragen von den Handelskammern und Institutionen der Region trafen sich Technologie-Unternehmen aus den verschiedensten Bereichen auf der InterTech und zeigten ihre Leistungsfähigkeit.

„Die intensiven Bemühungen unseres Organisationsteams der letzten Monate brachten zwei Erkenntnisse zu Tage: Einerseits erfüllt die Kompromiss-Lösung InterTech die Ansprüche der Unternehmen und Institutionen nur bedingt – ein Festhalten an der Intertech macht deshalb keinen Sinn. Andererseits ist aber der deutliche Ruf nach neuen, zeitgemäßen Messeformaten am Vorarlberger Messestandort laut geworden, die die Anliegen der Industrie und ihrer Zulieferer in den Fokus rückt,“ kommentiert Messe-Geschäftsführer Daniel Mutschlechner die Entscheidung.

Die Messe betont, dass es unumgänglich sei, alte und bestehende Konzepte immer wieder zu hinterfragen, um den Aussteller- und Besucheranforderungen zu entsprechen und als Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich sein zu können. Neben der gelungenen Durchführung neuer Messeformate (Gustav, com:bau, Hochzeit & Event gemeinsam mit der Baby & Kind) und der Schärfung bestehender Formate (SCHAU!, Herbstmesse, Art Bodensee) dürfe auch vor der Einstellung eines alten Formats nicht zurückgeschreckt werden, sofern kein Potenzial mehr erkennbar sei.


Neue Themen mit industriellem Hintergrund
Vorarlberg ist ein Exportland, das 2013 Güter in Höhe von knapp 8,39 Milliarden Euro exportiert hat. Das entspricht dem höchsten Exportwert pro Einwohner in ganz Österreich. Unumstritten ist deshalb auch die hohe Bedeutung der regionalen Industrie für das BRP (Bruttoregionalprodukt) und den damit verbundenen Wohlstand. Die Messe Dornbirn wird in Zukunft stärker zum Partner der Industrie werden und der Bevölkerung ihren Stellenwert näherbringen.

„Klar ist, dass Themen aus der Industrie und ihren vielen regionalen Zulieferern im Vorarlberger Messeportfolio ihren Platz haben müssen. Deswegen werden Fachthemen mit industriellem Hintergrund eigenständig aufgegriffen, die früher in die InterTech integriert worden wären. Es gab in den vergangenen Jahren viele positive Ansätze, die in neue, zeitgemäße, standort- und marktgerechte Themen übertragen werden können“, so Mutschlechner. Somit möchte die Messe sicherstellen, dass die Aussteller ihre Fachbesucher vor Ort antreffen und Geschäfte machen können.

Ein wichtiger Schritt für die erfolgreiche Durchführung von zeitgemäßen und punktgenauen Formaten wurde durch das Neubauprojekt gesetzt, dessen Spatenstich im Frühjahr 2015 erfolgt. Mit dem Neubau der Hallen 9 bis 12 wird gewährleistet, dass auch in Zukunft hochwertige, den Anforderungen des Marktes angepasste Messen und Veranstaltungen in Vorarlberg stattfinden können.

 

Pressekontakt:
Messe Dornbirn, Bernd Hagen, Public Relations, Telefon +43 5572 305 407
Mail presse-info(at)messedornbirn.at

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